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Teilneubau Regionale Schule Dömitz

Schulzentrum "Fritz Reuter" Dömitz

Der Auftraggeber führte 2018 ein zweistufiges Verhandlungsverfahren nach VgV durch, welches wir Mitte Januar 2019 für uns entscheiden konnten. Wir begannen umgehend mit den Planungen zum Neubau der Regionale Schule auf dem Gelände des Schulzentrum “Fritz Reuter” in Dömitz.

Grundlage war das im Jahre 2014 erstellte und durch das Energieministerium geförderte “Integrierte pädagogische, städtebauliche, energetische, bautechnische und nutzungsspezifische Gebäudekonzept”.

 

Termintreue Umsetzung und feierliche Einweihung

Landrat Stefan Sternberg und Staatssekretär Wolfgang Schmülling aus dem Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung konnten am 28.August 2023 passend zum Schulstart 2023/2024 das Gebäude feierlich einweihen. Wir sind stolz es geschafft zu haben, das Projekt trotz diverser weltweiter Krisen, wie. z.B. Covid, die Kostenberechnung von 2019 mit 12,4 Mio. Euro eingehalten zu haben.

Die Modernisierung sowie der Teilneubau Haus 3 sind weitere Bausteine um den Schul-Campus gemäß des Gesamtkonzept aus 2014, welcher die zentrale Zusammenführung als Campusmodell vorsieht, zu realisieren. Zudem konnten wir hier, wie zuvor in Haus 2, die Voraussetzungen für die Barrierefreiheit schaffen, welche zuvor in allen Bestandsgebäuden nicht gegeben waren.

Das angedachte Aufstockungsskonzept wurde in der Vorentwurfsplanung gemeinsam mit dem Bauherrn aufgegeben und das Konzept zugunsten des Teilneubaus und einer vorrangig haustechnischen Moderniserung des Bestandsgebäudes geändert. Dies schließt auch die Aspekte Umweltverträglichkeit hinsichtlich der Energie- bzw. C02-Einsparung mit ein.

 

Funktion / Gliederung / Innere Struktur

Es handelt sich um einen 3-geschossigen Teilneubau, der das bestehende 2-geschossige Gebäude ergänzt. Der Neubau Regionale Schule Dömitz hat eine Größe von ca. 20 x 57,50 m und eine Bruttogeschossfläche von ca. 4054 m2 mit vorrangig Fachräumen und Funktionsräumen. Ein überdachter Eingangsbereich führt zur Eingangshalle im Erdgeschoss, die als zentrales Treppenhaus und Treffpunkt dient. Im Erdgeschoß erreicht man von hier den Fachraum Hauswirtschaft sowie den notwendigen Flur, der die einzelnen Räume sowie den Übergang zum Bestand erschließt. Der Zugang zum Bewegungsraum und dem 2. Treppenhaus mit Aufzug befindet sich am süd-östlichen Giebel des Gebäudes. Alle Fachräume sind größtenteils nach Nord-Osten orientiert um ein bestmögliches Lernen zu gewährleisten. Die Klassenräume der oberen Klassenstufe, sowie des Lernzweigs „Produktives Lernen“ sind Richtung Süd-Westen ausgerichtet und sind mit individuellen Verschattungsmöglichkeiten ausgestattet.
 Der Teilneubau wird nicht unterkellert und im Bestand Haus 3 wird die Gebäudestruktur weitestgehend erhalten, jedoch wo möglich mit flächenmäßigen Vergrößerungen der Klassenräume und zusätzlichen Gruppen- und Garderobenräumen vergrößert.

 

Gestaltung / Baukonstruktion

Die nach Süd-Westen orientierten Räume wurden mit Klimaglasfenstern ausgestattet, um den sommerlichen Wärmeschutz zu gewährleisten. Außerdem werden die Klassenräume auf Nutzer- und Bauherrenwunsch auf natürliche Weise belüftet und erhalten entsprechend ausreichende, bodentiefe Fensteröffnungen. Die Fenster werden als Aluminiumfenster geplant und entsprechen der aktuellen Energieeinsparverordnung EnEV 2016.

Eine Kombination aus zweischaligem Mauerwerk, Stahlbetondecken sowie Kalksandsteininnenwänden und Trockenbauwänden erfüllt die Schallschutzvorgaben.

Der Massivbau erhält eine geklinkerte Fassade, mit Fassadenelementen aus Holz und Aluminium, sowie ein Flachdach mit Gefälledämmung und innenliegender Entwässerung. Der hellengrau geklinkerte Baukörper bildet einen Kontrast zum Neubau Haus 2 und dem Bestandsgebäude mit ihren hellen Putzfassaden. Außerdem bildet der zurückspringende Eingang, der analog zum Eingangsbereich von Haus 2 mit Lärchenholz und einem Leitsystem gestaltet wird, eine einheitliche Zugangssituation, die adressbildend für das gesamte Schulzentrum steht.

Mit der Lärchenholzbekleidungen von Wänden und der Decke, sowie mit den partiellen Wandbekleidungen in den Fensterbändern, wird ein warmer Gestaltungsakzent gesetzt.

Im Inneren wird dieser warme Akzent in Form von Türen und Handläufen in Eiche weitergeführt. Die Innenräume sind vorwiegend hell gestaltet und bekommen robuste Oberflächen. Alle Flure und Treppenhäuser werde mit Steinzeug/Fliesen als Bodenbelag ausgestattet. Die Klassenräume und Neben- räume erhalten ein Linoleumfussbodenbelag.

Technik- und Lagerräume werden mit abgehängten Akustik-Lochdecken ausgestattet, um die Raumakustik zu verbessern. Der Bestand wird sinnvoll ergänzt und auf einen zeitgemäßen Stand gebracht.

___

Der Teilneubau, sowie die Modernisierung der Regionalen Schule Dömitz ist das Ergebnis einer engagierten Zusammenarbeit und einer klaren Vision für die Bildungseinrichtung. Hier wurde nicht nur ein architektonischer Raum geschaffen, sondern auch ein Umfeld, das Schülern und Lehrern ermöglicht, sich wohlzufühlen und kreativ zu entfalten. Dieser Bauabschnitt folgte dem Ersatzneubau der Grundschule und ist ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der Schule.

Auszeichnung / Anerkennung

  • BDA Preis MV 2024
Dömitz Fritz Reuter Schulzentrum Treppenhaus
Dömitz Fritz Reuter Schulzentrum Außenansicht
Dömitz Fritz Reuter Schulzentrum Treppenhaus
Dömitz Fritz Reuter Schulzentrum Treppe
Dömitz Fritz Reuter Schulzentrum Eingangsbereich
Dömitz Fritz Reuter Schulzentrum Treppenhaus
Schulzentrum Dömitz
Dömitz Fritz Reuter Schulzentrum Außen
Dömitz Fritz Reuter Schulzentrum Brücke
Dömitz Fritz Reuter Schulzentrum Küche
Dömitz Fritz Reuter Schulzentrum Klassenraum
Dömitz Fritz Reuter Schulzentrum Sanitärbereich
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